2008-02-19

Informationsqualität im Netz

Von search4art @ 16:40 [ Recherchetipps ]

Informationskompetent zu sein, bedeutet nicht nur, zu wissen, wie man Information im Internet oder in anderen Quellen findet sondern, dass man diese auch auf ihre Glaubwürdigkeit hin beurteilen kann.

Vor kurzem erschien dazu am 31.1.2008 in der Wochenzeitung «Die Zeit» von Albrecht Ude die Artikel «Lügen im Netz» und «Kontrolle ist besser». Darin gibt er acht Tipps zum kritischen Umgang mit Informationen aus dem Web und erklärt, wie man auch bei Wikipedia kritisch die Daten und Fakten überprüfen muss.

Siehe dazu auch den frühreren Beitrag in Search4Art Wikipedia als Rechercheeinstieg?


2008-01-17

Wortschatz-Hilfe

Von search4art @ 15:58 [ Recherchetipps ]

Neben der richtigen Recherchequelle ist es oft schwierig die richtigen Suchbegriffe zu finden. Ein kleines Hilfsmittel hierfür ist das Wortschatz-Portal der Universität Leipzig.

Hier wird das Wort beschrieben, weitere verwandte Begriffe und das Wortfeld dazu angegeben. Funktioniert nicht immer einwandfrei logisch, aber man bekommt bei manchen Wörtern gute weitere Suchbegriffe, mit denen man dann oft recht gut weiter suchen kann. Darum nicht bei der Recherche gleich aufgeben, wenn es mit dem erst besten Begriff, der einem in den Sinn kommt nicht klappt.

Link: Wortschatz-Portal

 


2007-10-26

Unterschied zwischen Trunkierungen und Wildcards

Von search4art @ 17:16 [ Recherchetipps ]
Rechercheprofis wissen wie sie an ihr Ziel kommen. Neben der Eingabe von Mengenoperatoren um zwei Suchbegriffe miteinander zu verknüpfen (AND), die Suchmenge zu erweitern (OR) oder bestimmte Begriffe auszuschliessen (NOT), trunkieren sie Begriffe oder verwenden Wildcards.
 
Doch was versteht man genau darunter?

Laut dem Fremdwörterbuch des Dudens kommt das Wort Trunkieren von dem lateinischen “truncare” und bedeutet soviel wie verstümmeln. Im Englischen wird “to truncate” mit abschneiden oder kürzen übersetzt. Bei der Datenbankrecherche verwendet man es zur erweiterten Suche, um z. B. nach Zusammensetzungen oder andern Wortformen zu recherchieren.

Beispiel 1: Tier*

sucht mit dem Wortstamm Tier nach Tieren, Tierheim, Tierhaltung, Tierfutter, Tiernahrung, Tierzüchtung usw. Neben der Rechtstrunkierung wie bei Tier, gibt es auch die Linkstrunkierung vor dem Wortstamm.

Beispiel 2: *Tier

sucht nun nach Wildtier, Zootier, Kleintier, Nagetier, Säugetier usw.

Trunkierungen werden in der Regel immer mit Sonderzeichen wie *, !, ? oder $ gemacht. Dies kommt immer auf die jeweilige Datenbank an.

Nicht immer machen Trunkierungen Sinn, deshalb sollte man sie sparsam einsetzen bei der Datenbankrecherche. Suchmaschinen wie Google oder Yahoo verwenden keine Trunkierungen, da sonst die Treffermenge noch mehr ins Unermessliche gehen würde. Bei Google muss man im Zweifelsfall bei der Suche beispielsweise nach Verlag und Verlagen mit beiden Begriffen recherchieren.

Häufig werden auch so genannte Wildcards mit Trunkierungen verwechselt. Wildcards oder auch Joker genannt, haben aber die Funktion von Platzhaltern innerhalb eines Wortes. Auch dafür werden meist wieder Sonderzeichen eingesetzt. Wildcards zu verwenden, macht vor allem dann Sinn, wenn man sich unsicher ist wie ein Name oder ein Begriff geschrieben wird.

Beispiel 1: Lorenz K?iser sucht nach Lorenz Keiser bzw. Lorenz Kaiser

Beispiel 2: Die Farbe Grau heisst in british englisch grey und in american englisch gray.
Möchte man beide Schreibweisen berücksichtigen, ersetzt hier der Platzhalter den Vokal e bzw. a, also gr?y.
 
Wichtiger Hinweis zu Schluss: Dies ist vor allem bei der Datenbankrecherche*** hilfreich und relevant. Weniger bei Google. Der Suchdienst kennt dies nicht. Und jede Fachdatenbank handhabt dies unterschiedlich. Es lohnt sich deshalb immer ein Blick in die Hilfe der jeweiligen Datenbank.
 
***Bei den Fachdatenbanken des MIZs haben nur Hochschulangehörige der Zürcher Hochschule der Künste Zugriff.

2007-09-18

Suchbegriffe finden mit Thesauri

Von search4art @ 16:58 [ Recherchetipps ]

Wie man strukturiert an eine Recherche herangehen kann, beschreibt Jürgen Plieninger in seine Politologie FAQ. Wichtig dabei ist, dass man neben den Quellen auch Schlagwörter und Indizes in die Recherche mit einbezieht.

Ein Hilfsmittel, um Suchbegriffe für eine gute Recherche zu finden, sind Thesauri. Ein Thesaurus ist ein kontrolliertes, alphabetisches und systematisches Vokabular für ein bestimmtes Fachgebiet, dessen Begriffe durch Beziehungen mit Unter- und Nebenbegriffen miteinander verbunden sind.

Beispiel:
Oberbegriff: Unternehmenskooperation
Synonyme für: Zusammenarbeit von Unternehmen

Unterbegriffe: Business Network; Strategische Allianz
Verwandter Begriff Unternehmenszusammenschluss

Einen Thesaurus zu verwenden macht vor allem dann Sinn, wenn man bei einer Recherche alle möglichen Aspekte zu einem Themengebiet berücksichtigen will oder sich in einem Fachgebiet nicht so gut auskennt. Manche Fachdatenbanken wie Dialog oder GBI bieten die Suche über einen Thesaurus an. Hierbei werden bei der Suchabfrage oft die Unter- und Nebenbegriffe gleich miteinbezogen. Aber auch für die Internetrecherche sind Thesauri interessant, denn hier helfen sie bei schwierigen Anfragen weitere mögliche sinn- oder sachverwandte Suchbegriffe ausfindig zu machen.

Für den Kunstbereich finden sich unter Thesauri im WWW einige interessante Quellen. Diese Thesauri wurden vom Fachbereich Informationswissenschaft der FH Köln für verschiedene Sachgebiete zusammengestellt.


2007-06-21

Wikipedia als Rechercheeinstieg?

Von search4art @ 19:44 [ Recherchetipps ]

Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist nicht unumstritten. Vielen Lehrern und Dozenten ist sie mittlerweile ein Dorn im Auge, weil in Arbeiten ihrer Schüler bzw. Studierenden hauptsächlich Einträge zu bestimmten Themen aus Wikipedia zitiert werden. Lambert Heller hat zu Wikis vor längerem in Netbib einen interessanten Beitrag geschrieben, indem er Will Richardson zitiert:

mehr dazu neu unter

http://search4art.blogspot.com/2008/03/wikipedia-als-rechercheeinstieg.html